BBC News: Radikalüberholung für BBC überlebenswichtig
von Daniela Latzl
19. Januar 2010
Qualität vor Quote. Keine Geldverschwendung mehr für überteuerte Sportübertragungen, Star-Moderatoren, die junge Zielgruppe und massentaugliche Unterhaltungsformate, die ohnehin im Privatfernsehen laufen. Vertraute Forderungen aus der Debatte um den viel kritisierten ORF? Auch.
In diesem Fall richtet sich die Kritik jedoch an die vielgelobte BBC. Denn die Mutter des Public Service Broadcasting steht vor denselben Herausforderungen wie andere öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten in Europa. Trotzdem wird die BBC auch in dieser haarigen Situation ihrer Vorbildrolle gerecht: Denn während sich die Öffentlich-rechtlichen etwa in Österreich und Deutschland darauf versteifen, alle „Angriffe“ von außen abzublocken und altbewährte Strukturen zu verteidigen, berichtet die BBC selbst über aufgezeigte Schwächen und durchgreifende Reformvorschläge.
Aktueller Anlass ist ein Bericht der Expertenschmiede Policy Exchange, der eine Radikalüberholung der BBC als einzige Überlebenschance einmahnt. Neben den bereits genannten Forderungen soll das BBC-Management fünf Prozent der Gebührengelder für die Co-Finanzierung von öffentlich-rechtlichen Programmen auf anderen Sendern bereitstellen. Der privatfinanzierte, aber öffentlich-rechtlich organisierte Sender Channel 4 soll gänzlich privatisiert werden, fordern die Experten von Policy Exchange außerdem in ihrem Bericht.
Links:
BBC News: Policy Exchange think tank calls for BBC overhaul
Policy Exchange: Changing the Channel
Weitere Medienberichterstattung zu diesem Thema:
The Guardian: ‘Privatise Channel 4, abolish BBC Trust’, says thinktank
The Daily Telegraph: BBC wasting money on big-name presenters
The Independent: BBC ‘must end obsession with targeting under-35s’






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