Public Value ist ein Forschungsprojekt über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Neu erschienen: Public Value – Theorie & Praxis

von Daniela Süssenbacher

06. Dezember 2010

Buchcover In der Medienbranche oft und gerne gestritten. Was ist Qualität? Was ist Public Value? Und wie kommt beides zusammen? Antworten gibt nun ein neuer Sammelband, der Einblicke in den facettenreichen Qualitätsdiskurs gibt. Im Rahmen der Forschungsprojekte am Kompetenzzentrum Medienqualität der FHWien ist nun ein Buch zu diesem spannenden Thema erschienen. Dabei handelt es sich um die erste umfassende Publikation zum aktuellen Themenfeld „Public Value/öffentlich-rechtlicher Mehrwert in den Medien“.

Matthias Karmasin/Daniela Süssenbacher/Nicole Gonser (Hrsg.) Public Value: Theorie und Praxis im internationalen Vergleich. VS-Verlag 2011 (287 Seiten, EURO 29,95.-)

Der Sammelband beschäftigt sich mit der international geführten Public-Value-Debatte, einer aktuellen Spielart des Qualitätsdiskurses. Ausgehend von einer kulturwissenschaftlichen Position bietet der Band Einblick in (Eigen-)Dynamik, Chancen und Risiken der gängigen Kultur der Reflexion und Diskussion über Medien, ihre Aufgaben und Leistungen. So findet sich eine Zusammensicht aktueller Perspektiven, die die vielschichtige medienpolitische Debatte auch zukünftig noch beschäftigen werden. Mit Fokussierung auf medienökonomische, medienpolitische und mediensoziologische Aspekte werden verschiedene Argumentationsweisen des Fach- und Mediendiskurses in Beiträgen dargestellt und analysiert. Dabei sind der Stellenwert der Diskussion und mögliche Konsequenzen für die Medienentwicklung Thema. Einige Beiträge beschäftigen sich unter diesem Aspekt mit der Notwendigkeit, die Debatte auf andere Mediengattungen auszudehnen, somit weg vom derzeitigen Schwerpunkt, ausschließlich Anforderungen an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu stellen.

Der Fachdiskurs rund um den Trendbegriff „Public Value“ verdeutlicht einmal mehr, dass es nicht ausreicht eine Expertise abzugeben. Diese muss vielmehr eine integrative Auseinandersetzung anstoßen. Es ist ein besonderes Anliegen der Herausgeber mit dem vorliegenden Sammelband hierfür einen Beitrag zu leisten, zumal ein aktiv geführter Theorie-Praxis-Dialog die Basis für die Entwicklung lösungsorientierter Modelle zur Förderung von Medienqualität darstellt. So werden u.a. in den Beiträge von Matthias Rath, Thomas Steinmauer, Helmut Scherer, Gabriele Siegert oder Barbara Thomaß aktuelle theoretische Konzepte diskutiert. Die Artikel von Matteo Maggiore, Norbert Schneider, Verena Wiedemann, Klaus Unterberger, Markus Breitenecker und anderen namhaften Autoren aus der Praxis analysieren und kommentieren die Auswirkungen des Diskurses auf die Praxis.

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