Die beiden gehörlosen Moderatorinnen Belinda Brunnbauer und Pamela Novotny präsentieren gemeinsam mit Thomas Brezina die fünfminütige neue Kindersendung „Tolle Tricks“ auf ORF eins. Unterstützt werden sie von Gebärdensprachdolmetscher/-innen. Nach der Einstellung der Kindernachrichtensendung WWW im Vorjahr, gibt es nun wieder ein Angebot für Kinder in österreichischer Gebärdensprache.
Welche Teile seines Programms muss der ORF künftig mit Untertiteln versehen oder in Gebärdensprache dolmetschen, und welche Fernsehprogramme sollen in Zukunft zusätzlich mit Audiodeskription (akustische Bildbeschreibung) gesendet werden, damit auch blinde und sehbehinderte Menschen das Angebot nutzen können?
Um diese Fragen sind zwischen Vertretungen behinderter Menschen und dem ORF erneut heftige Diskussionen ausgebrochen.
Selbstbestimmung statt Mitleids: Der ORF erzeugt ein falsches Image von Behinderung. Gastkommentar in der “Presse” von Marlies Neumüller.
Eine wesentliche Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist die Grundversorgung der gesamten Gesellschaft. Dass auch seh- und hörbehinderte Menschen möglichst viele Medienangebote nutzen können, wird im UK durch genaue Vorgaben sichergestellt. Sogar britische Privatsender lassen den ORF beim barrierefreien Fernsehen alt aussehen.