Projektleiter Reinhard Christl diskutierte am fünften “Tag des Qualitätsjournalismus” (veranstaltet vom Verband Österreichischer Zeitungen, VÖZ) mit renommierten Kommunikationswissenschaftlern über den Zustand der österreichichischen Medienlandschaft.
Wie kann man den Pudding des Qualitätsjournalismus an die Wand nageln? – Mit „Public Value“, könnte eine der Antworten lauten. Zumindest kamen renommierte Fachleute aus Kommunikationswissenschaft und Medienpraxis bei einer zweitägigen Tagung zum Thema „Die multimediale Zukunft des Qualitätsjournalismus – Wer gewinnt durch Public Value?“ an der FH Wien zu diesem Schluss.
Rückläufige Werbeeinnahmen und – wie im Falle des ORF – gesetzliche Beschränkungen: Für Zeitungsverlage wie Rundfunkanstalten besteht Anlass, sich Gedanken über alternative Finanzierungsmöglichkeiten für ihre Webangebote zu machen. Um den Fortbestand des Qualitätsjournalismus im Onlinezeitalter zu sichern, sind Modelle gefragt, die über die reine Werbefinanzierung hinausgehen. Die französische Onlinezeitung Mediapart zeigt vor, in welche Richtung es gehen könnte.
Was sich bereits abgezeichnet hat, ist nun durchgesickert: Die BBC muss sparen und kürzt, halbiert und streicht Angebote.
Was Österreichs Medienpolitik und der ORF von den europäischen Medienmärkten lernen können – Gastkommentar von Projektleiter Reinhard Christl im „Standard“.