Public Value
Österreichs größtes Medienforschungsprojekt erforscht die Zukunft des Qualitätsjournalismus zwischen öffentlich-rechtlichem Mehrwertgebot und wachsendem Wettbewerbsdruck.
Das Institut für Journalismus & Medienmanagement führt das bisher größte Forschungsprojekt zu Qualitätsmedien in Österreich durch und verfolgt dabei das Ziel, eine neue Form der österreichischen Journalismus- und Medienforschung zu begründen. Diese ist stark praxisorientiert und soll Journalisten und Medienunternehmen bei der Lösung konkreter Probleme unterstützen, ohne dabei die wissenschaftliche Unabhängigkeit zu gefährden oder gar aufzugeben. Und sie soll dazu beitragen, dass der Journalismus seine sich rasch verändernden gesellschaftlichen Aufgaben in Zukunft erfüllen kann.
Anders ausgedrückt: Nachdem sich das Institut für Journalismus der FHWien als anerkannte und angesehene Ausbildungsstätte etabliert hat, wollen wir nun den nächsten Schritt gehen und uns als eine der führenden Forschungsinstitutionen im Bereich Journalismus und Medien positionieren – mit dem Ziel, durch unsere Forschungsarbeit dazu beizutragen, die Qualität des österreichischen Journalismus zu sichern und zu verbessern.
Im Zentrum des ersten großen Forschungsprojekts steht deshalb nicht zufällig die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Einer Institution, die einerseits journalistische Qualität in Form von öffentlich-rechtlichem Mehrwert generieren soll, andererseits mehr und mehr dem wachsenden Wettbewerbsdruck durch private TV-Anbieter ausgesetzt ist. Nicht nur in Österreich, sondern auch international stehen öffentlich-rechtliche Medien deshalb in der Kritik. Das Forschungsprojekt „Public Value“ untersucht daher in einer neuen Form der Kooperation zwischen Wissenschaft und Praxis gemeinsam mit dem ORF, „Presse“, „Falter“ und anderen Medien die zentralen Zukunftsfragen zu diesem Thema sowie in weiterer Folge aktuelle Forschungsfragen zum Thema Qualitätsjournalismus in Österreich.
Kernfragen
- Hat öffentlich-rechtlicher Rundfunk eine Zukunft?
- Welcher Stellenwert kommt künftig dem öffentlich-rechtlichen Programmauftrag zu?
- Wie ist öffentlich-rechtlicher Mehrwert messbar?
- Wie können öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten junge Zuseher gewinnen?
- Wie gelingt der Spagat zwischen Quote und Qualität?
- Wie kann Qualitätsjournalismus in Zukunft finanziert werden?
- Welche Möglichkeiten und rechtlichen Grenzen haben Öffentlich-Rechtliche im Internet?
- Welche öffentlich-rechtlichen Inhalte interessieren den Bürger?
- Wie kann junges Publikum angesprochen werden?
- Gibt es Alternativen zur Gebührenfinanzierung?
- Wie gehen öffentlich-rechtliche Fernsehsender mit Quotendruck um?
- Wie holt man das Publikum aus seiner Medienmüdigkeit?
- Welcher Stellenwert kommt dem öffentlich-rechtlichen Programmauftrag in europäischen Ländern zu?
- Wie kann man Bedarf und Nachfrage nach mehr journalistischer Qualität schaffen?
Ziele
Ziel 1: Beitrag zur Sicherung der journalistischen Qualität in Österreich.
In Österreich wie auch international wird die Qualität der Medien – öffentlich-rechtlicher wie auch privater – immer schärfer kritisiert. Das Institut für Journalismus & Medienmanagement will durch das Forschungsprojekt „Public Value“ und durch seine unabhängige Expertise zur Sicherung und Verbesserung der journalistischen Qualität in Österreich beitragen.
Ziel 2: Einrichtung eines Public Value-Forschungszentrums.
Mittelfristiges Ziel des Instituts für Journalismus & Medienmanagement ist die Entwicklung eines in Österreich bislang nicht vorhandenen Forschungs- und Beratungszentrums im Bereich Journalismus & Medien.
Ziel 3: Einbindung internationaler Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Für das Projekt „Public Value“ konnten hochkarätige Forscher in- und ausländischer Bildungsinstitutionen gewonnen werden (siehe “Partner”). Sie fungieren als wissenschaftliche Kooperationspartner, als Kontaktstellen zu ausländischen Wissenschaftern und Medienpraktikern und unterstützen das Forschungsteam des Instituts für Journalismus & Medienmanagement.
Ziel 4: Vertiefung der öffentlichen Diskussion über die Qualität von Medien.
Neben Fachpublikationen, in denen dem interessierten Publikum die Ergebnisse des Public Value-Projekts präsentiert werden, soll die Online-Informationsplattform „www.public-value.at“ den öffentlichen Diskurs zum Thema forcieren. Zudem werden Pressekonferenzen, Workshops und Tagungen veranstaltet, die eine breite Öffentlichkeit regelmäßig über die Zwischenergebnisse des Projekts informieren.
Zahlen
Österreichs größtes Medienforschungsprojekt in konkreten Zahlen.
Das Projekt ist finanziell, personell, politisch und inhaltlich unabhängig.






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