Die britischen Rundfunkanstalt BBC will ihre Inhalte künftig auch für Mobiltelefone – über sogenannte Apps – anbieten. Doch darf das der gebührenfinanzierte Sender überhaupt oder greift er damit in den Markt der privaten Konkurrenz ein? Das Aufsichtsgremium BBC Trust hat entschieden.
Rückläufige Werbeeinnahmen und – wie im Falle des ORF – gesetzliche Beschränkungen: Für Zeitungsverlage wie Rundfunkanstalten besteht Anlass, sich Gedanken über alternative Finanzierungsmöglichkeiten für ihre Webangebote zu machen. Um den Fortbestand des Qualitätsjournalismus im Onlinezeitalter zu sichern, sind Modelle gefragt, die über die reine Werbefinanzierung hinausgehen. Die französische Onlinezeitung Mediapart zeigt vor, in welche Richtung es gehen könnte.
Der französische Staat will Online-Medien in den nächsten drei Jahren mit 60 Millionen Euro unterstützen. Präsident Nicolas Sarkozy will damit die Qualität und Vielfalt fördern. Damit stellt sich auch für die “neuen Medien” die Frage: Sind staatliche Subventionen notwendige Überlebenshilfen oder abhängig machende Schmiergelder, mit denen sich die Politik positive Berichterstattung erkaufen will?
Interessante Vorträge und Diskussionen zum Thema „Public Value in der Digital- und Internetökonomie“ gab es auf der Jahrestagung der Fachgruppe Medienökonomie der DGPuK am 13./14. November 2009. Projekt-Mitarbeiterin Regula Troxler hielt ein Referat über „Public-Value-Management als Antwort auf die Legitimationskrise und Chance für neue Strategien der Mehrwertgewinnung“.